Mein Bericht von BuCon2016

bucon2016Als Familientreffen der Fantastikbewegung wird der BuCon oftmals beschrieben und ich muss sagen: Es stimmt! Dieses Jahr bin ich zum zweiten Mal dabei gewesen und habe viele Leute wiedergetroffen, die ich im letzten Jahr kennengelernt habe, aber fangen wir beim Anfang an.

Dieses Jahr hatte ich die Gelegenheit, auch ein wenig hinter die Kulissen zu sehen. In diesen unscheinbaren Klappkästen zum Beispiel sind die Contüten verpackt. 400 Stück an der Zahl, als ich gegen 16.00 Uhr mal nachgesehen habe, waren kaum noch welche da. Offizielle Angaben sprachen von 700 Besuchern und auch gefühlt war wesentlich mehr los als im letzten Jahr. Vor allem ging es sofort am frühen Morgen mit vielen Besuchern los und auch ich habe mich gleich ins Getümmel gestürzt.

wp_20161022_13_36_00_proMein Fokus liegt auf Science-Fiction, aber trotzdem haben mich vor allem auch die liebevoll gestalteten Stände der Fantasy-Kollegen gereizt. Der links abgebildete Tisch zum Beispiel mit Samt und Bankers Lamps hatte es mir sehr angetan. Es gab aber auch Science-Fiction orientierte Stände und einen davon möchte ich Dir davon vorstellen.

Leo Aldan

wp_20161022_10_51_12_prowp_20161022_11_09_12_proEr ist einer meiner Science-Fiction Kollegen. An seinem Stand (links) ist seine Schwester zu sehen, die ihn vertritt, während er sich auf seine Lesung (rechts) vorbereitet. Mit Squids hat der Biologe sein erstes Science-Fiction Buch auf den Markt gebracht. Dieses Werk hat er im Selbstverlag veröffentlicht und meiner Meinung nach einen Bereich der Science-Fiction betreten, der viel zu selten berücksichtigt wird: Eine Unterwasserwelt. An der Lesung habe ich ebenfalls teilgenommen und war beeindruckt von den Gedanken, die sich der Wissenschaftler gemacht hat. „Squids“ ist ein gesellschaftskritisches Werk, dass unter anderem dem wissenschaftlichen Betrieb den Spiegel vorhalten will, aber auch auf aktuelle Ereignisse der „normalen“ Gesellschaft eingeht und diese auf geschickte Weise hinterfragt. Leo Aldan hat sich aber auch jede Menge mit Physik, der Schaffung einer neuen Spezies (eben der besagten Squids, die am ehesten an Tintenfische erinnern), Namenskonventionen und noch viel mehr. In einigen Aspekten fühlte ich mich an meine Nyrwashier erinnert, die jedoch keine Technik entwickelt haben. Er hat in seiner Lesung zwei Textausschnitte vorgestellt, die Interesse wecken und Lust auf mehr machten. Nach der Lesung stellte er sich den kritischen Fragen des Publikums, unter anderem zur Physik, die er verwendet und ließ erkennen, dass er in seiner eigenen Geschichte sattelfest ist.

Mehr zu Leo Aldan erfährst Du auf seiner Webseite und bei Facebook.

Tommy Krappweis

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Ich habe auch eine der beiden Veranstaltungen von Tommy Krappweis besucht, er nahm sich dem Thema Lesung als solches an. Er sprach nicht darüber, was man für Stimmbildung und dergleichen tun konnte sondern brachte uns die technische Ausrüstung einer Lesung näher. Bisher habe ich mich immer darum gedrückt, selbst in ein Mikro sprechen zu müssen oder von einer Kamera aufgezeichnet zu werden. Nicht umsonst gibt es auch keine Bilder von mir von der BuCon. Ich fühle mich am Schreibtisch wohler als vor der Kamera – oder gar einem Mikro (oh Graus!)

Auf humorvolle Weise zeigte er uns, worauf es ankommt bei der Technik – und was man tunlichst vermeiden sollte. Egal, ob man vor 10 oder 1000 Leuten spricht, mit Technik kann man sich zunächst besser verständlich machen, man hat mehr Möglichkeiten zum Beispiel bei der Stimm-Modulation und letzetnendes kann man mit den Aufzeichnungen seine Reichweite vergrößern. Das schreibe ich mir für 2017 auf die Agenda!

Matthias Pätzold

wp_20161022_13_59_47_proWir fliegen zum Mars! Irgendwann machen wir das sicherlich, und Matthias Pätzold hat uns einen Überblick darüber gegeben, welche Marsmissionen schon gelaufen sind. Außerdem klärte er uns über die Frage auf, welche Missionen derzeit unterwegs sind oder geplant wurden, zeigte Interessantes zu den Techniken, die genutzt werden. Natürlich durfte die Frage auch nicht fehlen: Was wollen wir überhaupt auf dem Mars? Und könnten wir dort mit unserer Technik schon realistisch überleben? Nicht auf alles ist bereits eine Antwort gefunden, aber mir hat es einmal mehr Inspiration zu meinen Werken im Armatin-Universum gegeben. Seine Webseite nehme ich auf jeden Fall mit in meine Leserunde auf, da er zu tagesaktuellen Projekten der Raumfahrt informiert und Stellung nimmt.

Zwischen den Lesungen

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wp_20161022_13_30_54_proDazwischen gab es viel Zeit für Gespräche mit anderen Besuchern, Autoren und Verlagen – und natürlich auch dazu, meine eigenen Bücher an Vorbesteller abzugeben und zu signieren. Zu diesem Zweck gibt es auf der BuCon auch diesen großen Aufenthaltsbereich, für das leibliche Wohl ist auch gesorgt. Besonders angetan war ich von der Gruppe „Qindie“, einem Zusammenschluss von Indie-Autoren, die sich gegenseitig unterstützen und gemeinsam bewerben. Dort wurde ich freundlich empfangen und über ihre Arbeit aufgeklärt. Es gab noch viele weitere Gespräche, zum Beispiel auch mit einem „eBook-Handwerker“, der für ein renommiertes Verlagshaus eBook-Varianten von zum Teil schon älteren Büchern erstellt. Er zeigte mir seine Toolkette, die in einigen Belangen wesentlich einfacher funktioniert als die, die ich für meine eBooks verwende. Zwischenzeitlich habe ich mich sogar hingesetzt und mal für eine halbe Stunde an „Die Auserwählten“ weitergearbeitet, weil ich eine gute Idee hatte!

Alles in Allem war es wieder ein im wahrsten Sinne des Wortes fantastischer Tag und ich freue mich schon jetzt auf das nächste Jahr. Wenn alles gut geht werde ich im Rahmen der nächsten Buchmesse Convention mein zweites Buch vorstellen können. Drück‘ mir die Daumen!

2 Replies to “Mein Bericht von BuCon2016”

  1. Es war für uns alle ein toller Tag (Qindie schreibt man übrigens ganz ohne u 😉 das Q steht für Qualität und das indie für unabhängige AutorInnen). danke für die Erwähnung in deinem Artikel. Vielleicht sehen wir uns ja nächstes Jahr wieder, falls wir einen Tisch ergattern können.

    1. Hallo, Katharina! Würde mich freuen, wenn wir uns nächstes Jahr wieder sehen würden – ich hoffe auf einen eigenen Tisch 😉 Habe den Fehler auch prompt korrigiert! Viele Grüße und Euch wieterhin viel Erfolg!!!

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