Nachrichten vom 5019-01-15

Die Sicherheitskonferenz

Die Sicherheitskonferenz, die zur Zeit des Konflikts mit den Trisol immer drei Tage gedauert hat, findet heute auf Aratis statt. So sehr wiegen sich die Regierungen in Sicherheit und so wenig durchschauen sie die wirklichen Absichten der Trisol, dass es mir dabei regelrecht schwindelig wird. Aber es wird kommen, wie es kommen muss…

Ich habe aber die Gelegenheit erzeugt, einmal alleine und ohne technische Aufzeichnungen mit Präsident Alimar zu sprechen, indem ich seinen Assistenten aufgehalten habe. Da es mir nicht gelingt, alleine mehr Flottenkapazitäten für die Erforschung des antiken Reichs der Orlasier zur Verfügung zu stellen, habe ich ihm von der Quelle der Macht erzählt und was sie für die Orlasier war. Er hat zum Glück gleich verstanden, wie verhängnisvoll es wäre, wenn die Fenor dieses Artefakt für sich gewinnen würden. Bei der Gelegenheit habe ich ihn auch vor den Machenschaften von Magvat gewarnt, das sich das Prophetum nennen lässt und vor der unsäglichen Arroganz und dem Leichtsinn von Geheimadmiral Yorcam. Ich bin mir sicher, dass er meine Andeutungen richtig verstanden hat. Mit etwas Glück gelingt es Alimar noch einmal, im Verborgenen Dinge so anzuschieben, dass sie mir in die Hände spielen.

Ich muss jetzt gleich wieder zurück zur Sicherheitskonferenz, meine Rolle als taktischer Admiral weiter spielen. Aber ich spüre, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis ich auf diese Rolle nicht mehr angewiesen bin und mich nicht mehr vor unseren Feinden in der Mitte der Allgemeinheit verstecken muss.

Quelle: persönliches Logbuch von Joshua Thyquist
taktischer Admiral der Gemeinschaftsflotte

Armatin - Die Orlasier: Sicherheitskonferenz auf Aratis

In Die Orlasier habe ich Joshua Thyquist zunächst als eine kontroverse Figur angelegt. Er scheint – aus Sicht der Flottenoffiziere und der Politiker – immer an seinen eigenen Projekten zu arbeiten und Informationen zu haben, die über die des Geheimdiensts hinausgehen. Auch, wenn er von Alimar und seinem direkten Vorgesetzten, Flottenadmiral Jorn Fallensteehn doch aufgrund seiner Fähigkeiten sehr geschätzt ist und man ihm glaubt, wenn er etwas behauptet, bleibt für alle doch eine Unsicherheit, was seine Beweggründe angeht. Erst im nächsten Buch lasse ich nach und nach in Thyquists Beweggründe Licht fallen und stelle ihn als die positive Figur dar, die er ist.

Nachrichten vom 5018-15-03

geheime Beauftragung für die Pulsar

Präsident Alimar hat sich heute bei mir gemeldet, auf einem speziell abgesicherten Kanal. Es ging um die nächste Mission für die Pulsar, die höchster Geheimhaltung unterliegt. Zur Zeit darf ich noch nicht mal meinen eigenen Vize-Kapitän mit einweihen.

Nach dem Jahreswechsel wird die Pulsar auf eine großangelegte Forschungsreise in ein bisher noch unerforschtes Raumgebiet hinter dem der Orlasier geschickt. Wir sollen dort mit den Orlasiern gemeinsam ein großes Raumgebiet sichern, bevor die Fenor darin Fuß fassen können. Er hat mir grob gesagt, wie groß das Gebiet sein soll: Es würde die Gemeinschaft fast verdoppeln, wenn wir es komplett übernehmen sollen. 

Ich habe den Präsidenten gefragt, wie er sich das denn vorstellt: Wir haben nach dem Krieg gegen die Trisol immer noch nicht genug Ressourcen, um unseren Alltag zu bewältigen, und dann will die Flotte für die Orlasier eine Anstrengung übernehmen, die ich nicht einmal in den besten Zeiten der Gemeinschaft gewagt hätte! Alimar hat mir aber klar gemacht, dass wir es uns auch nicht leisten können, wenn die Fenor das Gebiet übernehmen. Er deutete Technologien und Waffen an, die dort noch zu finden sein könnten. Die waren wohl auch für die Vernichtung einer früheren orlasischen Hochkultur verantwortlich.

Ich finde es immer noch unglaublich, dass wir nicht mehr über die Fenor wissen. Aber der Geheimdienst ist sich sicher, dass sie in das verlorene Imperium der Orlasier einmarschieren. Hoffen wir nur, dass wir bei den antiken Orlasiern schneller was finden, als die.

In den nächsten Tagen wird eine Flotte zusammengezogen, der die Pulsar angehören soll. Ich sorge in der Zwischenzeit dafür, dass alle Offiziere bereit für den nächsten Einsatz sind.

Quelle: persönliches Logbuch von Norrak Mesch, Kapitän der Pulsar

Kapitän Mesch kennt die Fenor bereits seit ihrem Angriff auf die Flottenwerften von Rossminterolta. Das er seinen Gegner nie wirklich kennenlernen konnte, irritierte ihn sehr. Er versteht zu diesem Zeitpunkt auch noch nicht die volle Bedeutung der Mission, auf die er in wenigen Tagen gehen wird, aber als der loyale Soldat, der er ist, stellt er seine Befehle nicht infrage.

Spezies: Fenor

Über die Fenor weiß man im Jahr 5019 so gut wie nichts. Nur ihre Raumschiffe hat man bislang gesehen. Fieberhaft wird versucht, DNA-Reste oder auch ganze Exemplare gefangen zu nehmen, aber die Fenor vernichten sich lieber selbst, als sich gefangen nehmen zu lassen. Dass es sich bei den Fenor aber um eine biologische Spezies handeln muss, scheint gesichertes Wissen zu sein: Sie brauchen Sauerstoff und Wasser, um zu überleben. Eventuell handelt es sich bei dieser Spezies auch um eine Gruppe von verschiedenen Völkern, da die Beschreibungen, die man über sie aus Kämpfen hat, auf unterschiedliche Größen und Anzahlen an Gliedmaßen schließen lässt. Sogar die Beschreibungen der Toach, die in allem recht objektiv sind, weisen auf verschiedenen Körperbau bei den Fenor hin.

Technisch scheinen diese Wesen einen Vorsprung zu haben: Sie verfügen über leistungsstarke Triebwerke und eine hervorragende Schildtechnologie, die zunächst nicht zu überwinden scheint. Nur selten gibt es Überlebende, wenn die Fenor in einen Kampf ziehen und erst das Auftauchen der Pulsar scheint diesen Vorteil aufzuwiegen.

Referenzen

Armatin – Die Orlasier
Armatin – Die Auserwählten

Hinweis: In Armatin – Die Auserwählten werden sie gut und ausführlich beschrieben. Leider kann ich diese Informationen hier nicht öffentlich machen, da sonst die Geschichte nicht mehr funktioniert. Ich bitte daher um Dein Verständnis, dass diese Spezies auch in der nächsten Zeit nicht weiter beschrieben werden. Wenn Dich dieses Volk interessiert, empfehle ich, Die Auserwählten zu lesen.

Nur keine Panik!

Weiter im Text: Ich möchte mich jetzt nicht lange damit aufhalten, zurückzublicken und was-wäre-wenn-Fragen zu stellen. Statt dessen möchte ich jetzt lieber weitermachen und Dir neue Inhalte präsentieren!

Deswegen kommen heute und in den nächsten Tagen die letzten Spezies aus dem Armatin-Universum für das Lexikon, ich fange mit den Rhloa an, der größten biologischen Spezies, die ich bisher entworfen habe. Diese Texte stammen übrigens aus dem Anhang von Armatin – Die Orlasier und werden auch in den beiden nachfolgenden Büchern zu finden sein – entsprechend angepasst, da man im nächsten Buch, Armatin – Die Auserwählten, das Geheimnis der Fenor erfährt.

Esnostra weißAußerdem werden heute die restlichen Kurzgeschichten auf „Esnostra“ umgestellt, damit die Einheitlichkeit wieder gegeben ist. Es sind auch neue (größtenteils kostenlose) Kurzgeschichtensammlungen geplant, über die ich gerne in Kürze informieren werde.

Natürlich mache ich mir auch gerade mit Hochdruck Gedanken über die Zukunft von Armatin – Die Orlasier. Mein Ziel ist natürlich, Dir das Buch so bald als möglich wieder zur Verfügung zu stellen. Idealerweise auch als gedruckte Form. Doch dazu muss ich zuerst noch ein neues Cover erstellen (lassen) und ich möchte den Text überarbeiten, da er noch einige Schwächen aufweist. Also auch hier: Weiter im Text!
Falls Du das Buch schon gekauft hast und Dich jetzt ärgerst, da Du lieber die neue Version haben möchtest, so lass Dir gesagt sein, dass ich auch da an einer Lösung arbeite.

Und jetzt genug der Information, die Arbeit wartet!

Ich wünsche Dir eine schöne Vorweihnachtszeit!

Dein Mathias